Drehleiter sicherte Rückzug und Schmelzwasser dringt durch das Dach ins Feuerwehrhaus

Vom Bezirkskommandanten OBR Robert Benda wurde am 11. März 2005 die FF Bad Goisern zu einer Hilfeleistung nach Ebensee alarmiert. Nachdem dort zuvor bei einem Supermarkt durch die hohe Schneelast das Dach eingestürzt war, war man in der Salinengemeinde hinsichtlich dieser Gefahr sensibilisiert worden. Bei der Fa. PPI in Steinkogel musste deshalb das Dach einer großen Produktionshalle von der Schneelast befreit werden. Vom Arbeitsinspektor wurde jedoch vorgeschrieben, dass ein gesicherter Rückzug im Falle eines Einsturzes möglich sein musste. Von den Feuerwehren Bad Goisern und Altmünster wurden jeweils die Drehleitern an der Hallenseite in Stellung gebracht, um so einen Notabstieg zu ermöglichen. Weiters wurden Schneehexen mittels Ladekran von “Last Bad Goisern” auf die Dachfläche gehoben. Von zahlreichen Arbeitern wurde die große Dachfläche unter Einsatz von Schneeräumgeräten und Schneefräsen von der Last befreit. Diese Arbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden des Samstag, 12.März an. Erst dann konnte die Drehleiter wieder zurück nach Bad Goisern geholt werden.

Unterdessen waren aber auch zahlreiche Feuerwehrkameraden damit beschäftigt, das Dach beim eigenen Feuerwehrhaus in der Schmiedgasse vom Schnee zu befreien. Jedoch nicht die Last an sich war der Grund für diese Arbeit, sondern vielmehr drang Schmelzwasser durch die nun gestiegenen Temperaturen durch das Dach des Feuerwehrhauses und lief entlang von Wänden oder tropfte von der Decke. Teilweise wurde gelagerte Ausrüstung aber auch Einsatzbekleidung durch das eindringende Wasser durchnässt. Wie schon die Jahre zuvor hatte sich auch diesmal wieder ein Eisstoß auf dem Dach gebildet, der abermals dazu geführt hat, dass Schmelzwasser nicht abfließen kann und durch das Dach ins Feuerwehrhaus eindringt. Mit Schneehexen und Schaufeln mussten die Feuerwehrmänner das Dach abschaufeln und hoffen nun, dass sich dadurch die Situation verbessert.

Scroll to Top