Ausrüstungsgegenstände

Mehr als 1500 Ausrüstungsgegenstände liegen bei der FF Bad Goisern bereit, um in fast allen Notfällen rasch und effektiv helfen zu könnten. die Palette reicht von der Wärmebildkamera bis zu Ölsperre…

Auffangbehälter

Diese Eigenkonstruktion wurde im Jahre 1977 durch unseren Kameraden Laimer Christian anlässlich eines Waldbrandes entworfen und gebaut. Teleskopierbare Füße erlauben ein waagrechtes Aufstellen im unebenen Gelände. Der Behälter hat ein Eigengewicht von 220 kg und fasst 2000 Liter Wasser. Ein bekannter Feuerwehrausrüster vertreibt diese in Bad Goisern geborene Idee nun weltweit!  Näheres zum Auffangbehälter unter Waldbrand!

Bootscontainer

Der in Eigenbau entwickelte und gefertigte Bootscontainer dient als Träger für unser Motorboot und kann in der Feuerwehrhalle bequem mittels Laufkran auf den Anhänger verladen werden. Beim Transport mittels “LAST” besteht außerdem noch die Möglichkeit, den Container mit dem Kran von der Ladefläche zu heben.

Brandeinsatz-Handschuhe

Besonders die Atemschutztrupps, die bei Brandeinsätzen an vorderster Front stehen, bedürfen einer hochwertigen, kompletten Schutzausrüstung. Diese Handschuhe sind Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung der Atemschutztrupps im SLF und RLF und bieten vor allem einen weitaus größeren Schutz gegen Hitze und Flammen, wie sie die Atemschutztrupps etwa bei einem Innenangriff ausgesetzt sind.

C-Schläuche und Saugschläuche

C-Druckschläuche mit je 15 m Länge dienen zur Brandbekämpfung in Angriffsleitungen an „vorderster Front“ oder auch für Pumparbeiten in Verbindung mit einer Tauchpumpe. Saugschläuche hingegen werden verwendet, um Wasser aus einem offenen Gewässer (Bach, etc.) bis zum Pumpeneingang zu fördern.

Digitalpager zur Alarmierung

Durch die Umstellung auf das neue Warn- und Alarmsystem bei den Feuerwehren in ganz Oberösterreich war es notwendig geworden, die bisherigen 5-Ton-Piepser der Feuerwehrmänner durch neue Digitalpager zu ersetzen. Anstatt der Sprachdurchsage erscheint nun auf einem Display der Alarmierungstext mit Informationen wie Einsatzstichwort und Einsatzort. Neben der Alarmierungsmöglichkeit der gesamten Mannschaft sind auch beliebige Mitteilungen und Informationen via Digitalpager an einzelne Gruppen oder Kameraden möglich. Ein Gürtelhalter sowie ein Sicherungsband sollen vor Beschädigungen schützen.

Funktions-Überwürfe

Handfunkgeräte

Zehn Stück neue Handfunkgeräte wurden angekauft. Nun verfügen wir über sehr kompakte Handsprechgeräte, welche großteils mit einem Sprechmikrophon mit Spiralkabel ausgerüstet sind. Dies soll nicht nur ein leichteres Hantieren sondern auch eine bessere Verständigung bei Umgebungslärm (Fahrzeug- oder Pumpenmotore) gewährleisten. Geräte für den Einsatzleiter bzw. höhere Kommandofunktionen sind zusätzlich mit einem Headset und Kanälen anderer Einsatzorganisationen ausgestattet worden.

Handlampen

Für ausreichend Licht sorgen nun zwei neue Handlampen, die im RLF-A untergebracht worden sind. Diese Handlampen in energiesparender LED-Ausführung beeindrucken vor allem durch ihre Leuchtkraft und sind mit einem robusten Clip versehen, um die Lampen beispielsweise an einem Gurt des Atemschutzgeräts befestigen zu können.

High Press-Löscher

Ein modernes Kleinlöschgerät ergänzt die Ausrüstung des Kommandofahrzeugs: der 10-Liter-Hochdrucklöscher enthält ein Wasser-Schaum-Gemisch (6% AFFF), welches für sehr guten Löscherfolg sorgt. Ein baugleiches Gerät (im SLF) hat sich schon mehrfach bei Klein-, KFZ- und Böschungsbränden bestens bewährt, sodass nun auch das erstausrückende Kommandofahrzeug mit einem HighPress-Löscher ausgestattet wurde. Weiterer Voreil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Schaumlöschern kann dieser Typ durch die Feuerwehr selbst wieder befüllt werden, wobei hier kaum Kosten (nur 0,7 Liter Schaummittelkonzentrat) entstehen. Außerdem kann das Löschgerät nun mittels einer speziellen Rückentrage über längere Strecken z.B. in unwegsames Gelände verbracht werden. Ein kräfteraubendes Schleppen auf der Schulter sollte nun der Vergangenheit angehören.

Hydraulisches Rettungsgerät

Wir brauchen moderne und leistungsstarke Geräte, um heutzutage im Unfallwrack eingeklemmte Schwerverletzte aus ihrer Notlage befreien zu können. Denn schon ein normaler Mittelklassewagen (z.B. ein VW Golf) ist heute viel stabiler und für die Insassen sicherer gebaut als noch vor einigen Jahren. Gehärtete Stähle, verstärkte Bleche und Seitenaufprallschutz bieten zwar mehr Sicherheit – doch sie stellen aber uns Feuerwehrmänner und unsere Geräte vor neue Herausforderungen bei der Bergung der Opfer.

Das moderne Hydraulikaggregat (700 bar) mit zwei Schnellangriffs-Haspeln mit je 20m Hydraulikschlauch, Spreizer (SP 49), Rettungsschere (RS 170-105, max. Schneidkraft 105 Tonnen) sowie ein Rettungszylinder (RZT 2-1500, ausfahrbar bis auf 1502 mm Länge) stehen bereit, um eingeklemmte Unfallopfer aus den Unfallwracks befreien zu können. Ergänzt wird diese Ausrüstung noch durch einen den heutigen Fahrzeugtypen angepassten Schwelleraufsatz sowie ein Glasmanagement-Set zur Entfernung von Windschutz- und Seitenscheiben. Untergebracht sind die Geräte im Rüstlösch-Fahrzeug RLF.

Kettensägen & Co

Die Vergangenheit hat es uns immer wieder gezeigt: ein heftiger Sturm oder ein Unwetter zieht über das Goiserertal hinweg – binnen Minuten stürzen Bäume auf Häuser oder versperren Straßen. Ein gleichzeitiges und rasches Abarbeiten von mehreren Schadensstellen fordert die Feuerwehr. Um nach Stürmen noch effizienter Hilfe leisten zu können, wurde ebenfalls im Herbst 2009 die Ausrüstung für deratige Einsätze verbessert. Insgesamt 4 neue Kettensägen gleichen Typs samt Kombi-Kanister, Schnittschutz-Hosen, Forsthelm und weiterem Zubehör wurden angekauft und können nun durch die Unterbringung in Aluboxen flexibel genutzt werden. Diese Anschaffung schlägt sich mit rund 5000.- Euro zu Buche, die durch Spenden oder Einnahmen aus Feuerwehr-Veranstaltungen aufgebracht werden konnten.

Mini-Hebekissen

Ein ganzes Set mit zwei Hebekissen samt Steuerorgan. Hubkraft 12 bzw. 24 Tonnen stehen zur Verfügung.

Nass-Sauger

Wer kennt das Problem nicht: nach einem Rohrbruch, technischen Defekt oder schlichtweg durch Hochwasser steht plötzlich der Keller oder die Wohnung unter Wasser. Das Gröbste wird von der Feuerwehr mit Tauchpumpen bis auf nur wenige Zentimter Wasserstand entfernt, und für die Feinarbeit kann ein Nass-Sauger zum Einsatz gebracht werden. Damit ist es nun auch möglich, wenige Millimeter Wasserstand in Gebäuden zu beseitigen.

Notfallwanne


Eine sogenannte “Notfallwanne” dient zum Auffangen auslaufender Flüssigkeiten wie z.B. Motoröl, Diesel oder Hydrauliköl. Die Wanne hat eine Größe von 100 x 100 cm, hat ein Fassungsvermögen von 160 Litern, ist faltbar und läßt sich so relativ leicht den jeweiligen Verhältnissen am Einsatzort anpassen.

Ölsperren

200 Meter Ölsperre des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) sind bei der FF Bad Goisern ausgelagert. Sie können auf stehenden und fließenden Gewässern verlegt werden und dienen dazu zum Schutz der Umwelt ausgeflossenes Mineralöl aufzufangen, um es anschließend zu entsorgen.

Schaumrohr

Ein Kombinationsschaumrohr für Schwer- und Mittelschaum verbessert nun die Schnellangriffseinrichtung im SLF. Dieses Schaumrohr mit einer Durchflussmenge von 200 Litern/min erlaubt ein einfaches Umschalten zwischen Schwer- oder Mittelschaum während des Betriebs und optimiert so den Schaumeinsatz hinsichtlich der Löschwirkung aber auch betreffend des Schaummittel-Verbrauchs.

Sicherheitshandschuhe-technischer Einsatz

Einen universellen Handschuh sowohl für den Brand– als auch den Technischen Einsatz gibt es aufgrund der unterschiedlichen Schutzanforderungen für die beiden Einsatzbereiche nicht. Um daher für mehr Sicherheit für die Hände unserer Feuerwehrmänner speziell im technischen Einsatz zu sorgen, wurden Schutzhandschuhe angeschafft. Diese ergänzen nun die persönliche Schutzausrüstung unserer Einsatzkräfte und sollen mit einem Rundum-Schnittschutz der Stufe 4 nun besser vor Verletzungen (Glasscherben, scharfkantige Bleche, Stahlseile,…) schützen, als die bisher verwendeten Leder-Handschuhe. Unsere Männer können sich nun nicht nur über mehr Sicherheit, sondern auch über ein verbessertes Tastgefühl und mehr Fingerspitzengefühl etwa beim Einsatz des hydraulischen Rettungsgerätes oder einer Kettensäge freuen.

Schleifkorbtragen

Um im Einsatzfall eine effiziente und vor allem rasche Menschenrettung durchführen zu können, haben sich sogenannte Schleifkorbtragen bestens bewährt. Personen können in diesen gelagert und so schonend auch über Hindernisse aus dem Gefahrenbereich verbracht werden. Mittels Gehänge ist ein waagrechter als auch lotrechter Transport beispielsweise am Kran möglich. Zwei neue Korbtragen wurden angekauft und werden nun seitdem im SLF und RLF mitgeführt. Somit besitzt die FF Bad Goisern nun insgesamt vier Stück dieser Gerätschaften.

Schneehexen

Der Februar 2006 hat uns mit der Schneedruck-Katastrophe gezeigt, dass sogar eine Feuerwehr über Schneehexen verfügen sollte. Um für weitere Extremwinter gerüstet zu sein, wird bei der FF Bad Goisern eine größere Anzahl derartiger Schneeräumgeräte vorgehalten.

Tauchpumpen

Für derartige Einsatzfälle stehen zusätzlich zu den vorhandenen, leistungsstarken Pumpen nun auch drei neue kleinere Tauchpumpen zur Verfügung. Speziell für Keller, wo nur relativ geringe Wassermengen sind bzw. nachfließen, kann mit diesen kompakten 230-Volt-Pumpen mit Schwimmschalter effektive Hilfe geleistet werden.

Tauchpumpe

Die 230-Volt-Pumpe mit einer Maximalleistung von 700 l/min und einer maximalen Förderhöhe von 15 Metern dient einerseits zum Auspumpen überfluteter Kellerräume und kann andererseits auch zur Wasserversorgung eines Tanklöschfahrzeuges verwendet werden. Untergebracht ist die Unterwasserpumpe im Rüstlöschfahrzeug RLF-A.

Transporthaspeln für Ölsperren

Vom OÖ Katastrophenhilfsdienst (KHD) wurden zwei Haspeln für die Ölsperren an die FF Bad Goisern übergeben bzw. ausgelagert. Vier Stück Ölsperren mit einer Gesamtlänge von 100 Meter konnten auf je einer Haspel untergebracht werden. Mittels Rüstfahrzeug „Last“ können die beiden Haspeln transportiert und mit dem Kran z.B. auf das Arbeitsboot gehievt werden.

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