Rüstlöschfahrzeug

Rüstlöschfahrzeug RLFA 2000-100 “RLF”

Baujahr: 1988 – Steyr 12 S 21, 4×4

Dieser “Allrounder” wird bei Bränden und technischen Einsätzen genutzt. Zur Beladung gehören u.a. Schläuche, Löschgeräte, Stromerzeuger, Lichtmast und die hydraulischen Rettungsgeräte. Mit an Bord zwei Kubikmeter Wasser und 100 l Mehrbereichsschaummittel.

Das Rüstlöschfahrzeug – ein Allroundfahrzeug

Unser RLF-A 2000/100 (Rüstlöschfahrzeug mit Allradantrieb, 2000 Liter Löschwasser und 100 Liter Schaummittel) dient als “Allrounder” und rückt deshalb bei fast allen unseren Einsätzen aus. Seine Kombination aus umfangreicher technischer Beladung (vorderer Teil) sowie Ausrüstung für den Brandeinsatz (Aufbau hinten) macht den 210 PS starken Steyr sehr universell einsetzbar. Geländegänge sowie Längs- und Quersperren sorgen auch bei schwierigen Straßenverhältnissen für ein Weiterkommen. Am Fahrzeugrahmen selbst ist eine Rotzler-Trommelseilwinde montiert.

Im vorderen Teil des Führerhauses finden neben dem Fahrer auch zwei Mann auf der Beifahrersitzbank platz. In der Fahrerkabine findet man auch Gerätschaften wie Handscheinwerfer, Absperrband, Feuerwehrgurte, Handfunkgerät für den Gruppenkommandanten sowie ein Helm-Funkgerät für den Atemschutztrupp. Dieser kann sich schon während der Anfahrt mit drei Atemschutzgeräten (Dräger PSS 90 mit Bodyguard) ausrüsten. Unter der Rückbank lagern außerdem noch drei Stück Schutzanzüge samt Stiefel (Schutzstufe 2).

Im Geräteraum 1 (links vorne) werden das hydraulische Rettungsgerät (Spreizer, Schere) sowie zwei hydraulische Teleskop-Rettungszylinder, Schwelleraufsatz und das Glasmanagement-Set mitgeführt. Auf dem Schwenkfach außen befindet sich diverses Schanzwerkzeug sowie Bolzenschneider, auf der Innenseite lagern ein Greifzug samt Bodenanker, zwei Motorkettensägen sowie das Force-Gerät. Über den begehbaren Geräteraum hat man dann Zugriff zu Unterlegkeilen (mit Verzahnungen für den Seilwindenbetrieb), Besen, Schaufeln, diversen Anschlagmitteln (Textil- und Seilschlingen) und Umlenkrollen, Werkzeugtrage und einem 50m Stahlseil für den Greifzug. Außerdem wird eine Tauchpumpe (max. 700 l/min) mitgeführt.

In dem gegenüberliegenden Geräteraum 2 befindet sich der ausschwenkbare Lichtmast (2×1000 Watt) sowie ein 14 kVA-Stromerzeuger. Zwei Stative sowie eine Aufnahmebrücke für die Scheinwerfer, zwei Stück 1000-W-Scheinwerfer, ein Trennschleifer und Kabeltrommeln (230 und 380 V) ergänzen die Elektroausrüstung. Im Inneren befindet sich in ehemaligen Schaumkanistern Ölbindemittel, darüber lagern Auffangtassen, eine faltbare Auffangwanne sowie Ölbindevlies. In einer Kunststoffbox befinden sich verschieden große Hebekissen samt Steuerorgan und Druckluftschläuchen, welche durch zwei Stück 10-Liter-Pressluftflaschen versorgt werden. Weiters werden noch Blinkleuchten und Verkehrsleitkegel mitgeführt. 

Der Geräteraum 3 (links hinten) dient ganz der Brandbekämpfung. Fünf B- und fünf C-Druckschläuche sowie diverse wasserführende Armaturen (B- und C-Mehrzweck-Strahlrohre, Verteiler, Übersetzstücke, Standrohr, Kupplungsschlüssel, Drucksammelstück 2 B-A, Hydroschild) sowie ein HD-Schnellangriff (90m) sind dort untergebracht.

Hochdruckpumpe

Auf der gegenüberliegenden Seite (Geräteraum 4) wird nochmals die gleiche Anzahl an Druckschläuchen sowie der zweite HD-Schnellangriff (60m) mitgeführt. 100 Liter Mehrbereichsschaummittel stehen für den Schaumeinsatz zur Verfügung. Dieser kann entweder konventionell über eine Löschleitung und Zumischer (Z4) oder über den aus Eigenkonstruktion stammenden “Schaum-Schnellangriff” (eigener Abgang von der Einbaupumpe, montierter Zumischer und Saugschlauch) vorgetragen werden.

Dach

Am Dach werden eine Schiebe- sowie eine Hakenleiter, ein Einreißhaken, Kanthölzer und Schlauchbrücken mitgeführt. Eine Eigenkonstruktion ist die Dachkiste aus Riffelblech, in der zwei Schleifkorbtragen samt Abseilgehänge wettergeschützt lagern.

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