Goiserer Feuerwehren übten den Ernstfall

Gleich mehrere Einsatzszenarien galt es für die Kräfte der Goiserer Feuerwehren bei der Gemeinschaftsübung am 7. Juni 2010 zu bewältigen: Ein „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ sowie ein „Brandgeschehen“, bei dem ebenfalls Vermisste gerettet werden mussten, bildeten die Ausgangslage für die Pflichtbereichsübung. Schauplatz der von der Betriebsfeuerwehr SGL Carbon vorbereiteten Einsatzübung war das Areal des Elektrodenwerks.

Schweres Bergegerät war notwendig, um jenen eingeklemmten Lenker aus seinem Fahrzeug zu befreien, der von einer Lokomotive gerammt worden war. Mittels hydraulischem Rettungsgerät wurde am verunfallten PKW unter anderem das Dach entfernt, sodass der „Verletzte“ schonend aus dem Fahrzeug „gerettet“ und in weiterer Folge dem Rettungsdienst übergeben werden konnten. Die Fahrzeugbergung sowie das Eingleisen eines Waggons erfolgten mittels Seilwinde und dem Zusammenspiel zweier Knickarm-Krane. Parallel zu diesen Arbeiten erfolgte unweit davon die Brandbekämpfung und Menschenrettung bei einem angenommenen „Brand einer Industriehalle“. Koordiniert über eine Atemschutz-Sammelstelle mussten mehrere Trupps die Vermissten am Dach sowie im Inneren der Halle aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit bringen. Im Außenbereich erfolgte parallel dazu eine umfassende Brandbekämpfung u.a. mit Wasserwerfern, welche vorerst über Tanklöschfahrzeuge und in weiterer Folge über mehrere Zubringleitungen von der Traun mit Löschwasser versorgt wurden.

Über 70 Mann aller Goiserer Feuerwehren hatten sich an dieser Übung beteiligt, bei der wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen für einen etwaigen Ernstfall gesammelt werden konnten.

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