Ein interessanter Bericht der Modellbau-Aktivitäten des Schriftführers AW Andreas Hippesroither im Maßstab 1 : 87.

„Pumpe 1“ als 1:87-Nachbau

 

„So filigran und detailliert habe ich noch nie gebaut“, gab unser Schriftführer und Hobby-Modellbauer Andreas Hippesroither etwas stolz von sich, nachdem im Mai 2008 die 87-fache Verkleinerung des Pumpenanhängers „Pumpe1“ der FF Bad Goisern fertig gestellt werden konnte. Sowohl der Pumpencontainer als auch der Anhänger mussten in kompletter Eigenkonstruktion aus Kunststoffplatten (0,25 bis 1mm dick) oder feinen Profilen (z.B. 0,25 x 0,5mm) gefertigt werden. Lediglich bei einigen Kleinteilen, wie z.B. Strahlrohr, Verteiler oder Saugschläuchen konnte auf Zurüstsätze aus dem Fachhandel zurückgegriffen werden. Nachdem das Vorbild exakt vermessen worden war, entstand in präziser Arbeit der nur 2,7 cm lange Container samt zugehörigem Aufnahmerahmen. Für die Schlauchhaspel musste ein Bleistift herhalten, um den dann ein schmaler Papierstreifen zur Darstellung der B-Schläuche gewickelt wurde.

Besonders viel Sorgfalt wurde bei der Ausstattung des Geräteraums aufgebracht – Übersetzstücke, Verteiler, Strahlrohre, Benzinkanister und selbst ein Funkgerät (samt Antenne!) wurden auch beim Modell dargestellt. Auch der Anhänger entstand in komplettem Eigenbau, ohne dabei auf die detaillierte Nachbildung der Bordwände oder Stützbeine zu vergessen. Die Lackierung von Container und Anhänger erfolgte mit dem Airbrush. Viel Geduld musste auch beim Anbringen der Beschriftungen aufgebracht werden. Einzelne, nur 1mm hohe Buchstaben wurden genauestens aneinander gereiht, um daraus die entsprechenden Schriftzüge entstehen zu lassen. Natürlich wurde auch auf das Original-Kennzeichen am Heck des Anhängers nicht vergessen. Fotos vom Vorbild gibt´s hier.

 
 
 

Mit dem Modell-Unimog zum Waldbrand

 

 

Dass man mit wenigen Handgriffen und ein paar Ideen aus einem Serienmodell "von der Stange" ein durchaus attraktives Modell fertigen kann, zeigt das folgende Beispiel. Das Waldbrand-TLF von Wiking mit Rosenbauer-Aufbau diente als Basis für die Umbauarbeiten. Die wesentlichsten Änderungen erfolgten im Dach- und Heckbereich. Die gesamte Dachfläche wurde mit einer Riffelblech-Folie aus Eigenproduktion überzogen, das vorhandene Geländer wurde entfernt. Ergänzend zum Reserverad fanden dann Besen, Schaufel, Saugschläuche und eine eigens gefertigte Feuerpatsche am Dach platz - selbstverständlich mit entsprechend feinen Haltebändern fixiert. Ein durchlaufendes Geländer und Haltegriffe sorgen nun für die Sicherheit am Dach. Am Heck musste die angedeutete Aufstiegsleiter gegen eine aus der Bastelkiste weichen. Ein Blaulichtbalken samt vier Fanfaren schmückt nun das Führerhausdach. Front- und Heckblitzer ergänzen die Sondersignalanlage. Die Frontstoßstange wurde mit einem feinen Bügel aus Draht verfeinert. Besonders filigran wirken die Barlock-Verschlüsse aus dünnem Draht an den Geräteräumen. Durch die farbliche Gestaltung kommen nun auch Details wie Blinker und Begrenzungsleuchten sowie die Rücklichter und der Alu-Tank besser zur Geltung. Diverse Beschriftungen rundeten die Arbeiten an dem nur 7,3 cm langen Modell ab.

 
 

Das SLF-A der FF Bad Goisern im Modell

 

Nachdem das SLF-A 4000/200 der FF Bad Goisern mittlerweile seit dem Jahr 2002 im Einsatzdienst ist, konnte im Mai 2004 die nur 7,8 cm lange Nachbildung des Feuerwehrfahrzeuges im Maßstab 1:87 fertig gestellt werden. Zu Beginn der Bauarbeiten wurde das Original genau vermessen und ie gewonnenen Maße in den entsprechenden Maßstab übertragen. Die Grundlage für das Miniatur-SLF bildete dasselbe Kleinserienmodell, wie es schon bei dem TLF-A mit AT-Aufbau verwendet wurde. Es musste jedoch anstatt der vorhandenen Mercedes-Kabine ein Atego-Führerhaus angebracht werden, welches von einer Herpa-Sattelzugmaschine stammte. Danach erfolgte die maßstabsgetreue Gestaltung der Führerhaus-Dachpartie in mühsamer Kleinarbeit aus Plastikplatten und Spachtelmasse. Nachdem alle Unebenheiten mit Schmiergelpapier verschliffen waren, wurde die Kabine mittels Airbrush grundiert. Nebenbei entstanden die verschiedensten Zubehörteile wie Rückspiegel, Dachkiste, Leitern, etc. Besonderes Augenmerk wurde auf die Nachbildung kleinster Details wie Tür- und Haltegriffe, Gitterabdeckungen an den Rückleuchten oder die präzise Nachgestaltung des Dachaufbaus gelegt. Natürlich dürfen auch die dem Vorbild entsprechenden Kennzeichen nicht fehlen. Nach der Lackierung von Führerhaus und Aufbau in feuerrot erfolgte der Rest der Farbgestaltung mit dem Pinsel. Viel Geduld erforderte das Anbringen der Beschriftung und der Zierstreifen, wenn man bedenkt, dass diese oft aus einzelnen, nur 1,0 mm hohen Buchstaben und Ziffern zusammengefügt wurden.

 
 
 

Drehleiter DLK 23-12 auf Mercedes „Econic“

 

Einige Vorbilder dieses Modells sind in Österreich ja schon unterwegs, und nun ist von unserem Schriftführer auch ein Modell im Maßstab 1:87 fertig geworden. Dazu war es notwendig, nach dem Motto „aus zwei mach eins“ vorzugehen. Von Herpa wurde das Drehleiter-Modell auf Mercedes-Atego sowie von Wiking die Drehleiter auf einem dreiachsigen Econic-Fahrgestell beschafft. Vom erstgenannten Modell wurde der gesamte Aufbau, Leiterpark und das Fahrgestell übernommen, Wiking lieferte das Führerhaus und die Räder. Nach dem Zerlegen beider Modelle ging´s dann so richtig ans Werk: das Fahrgestell musste tiefer gelegt und für die Aufnahme des Econic-Führerhauses samt Kotflügel entsprechend angepasst werden. Der Aufbau musste beim sogenannten „Rucksack“ einigen Änderungen unterzogen werden, um dem Vorbild zu entsprechen. So wurde der Geräteraum-Rollladen in der Höhe gekürzt und an der gleichen Stelle durch Plastikplatten ersetzt, die dann an die Kotflügel-Rundungen exakt zugefeilt wurden. Entsprechende Platten wurden dann noch seitlich des Rollos angebracht. Die Einzelteile wurden dann mittels Airbrush in mehreren Schichten in feuerrot lackiert. Dannach ging´s ans Anbringen und Lackieren der Details wie Blitzleuchten im Kühlergrill und am Heck, Blinkleuchten an den Stützen, schwarzen Griffen an den Rollos und Zusatzscheinwerfern in der Stoßstange.  Nassschiebebilder verschiedenster Hersteller sorgten dann noch für ein entsprechendes Finish. Dass man hierfür entsprechende Geduld und eine ruhige Hand benötigt, zeigt der Schriftzug „DLK 23-12“, der aus insgesamt 8 Einzelteilen mit einer Höhe von nur 1,5 mm entstand. den Einsatzleitrechner des LFKs

 
 

RLF-A der FF Bad Goisern

 

Als Modell dienten hierbei ein unlackiertes Führerhaus und Aufbau von der Firma MEK Mdellbau aus Polyurethan. Da der Aufbau jedoch in der Mitte ein drittes Rollo enthielt, wurde dieses kurzerhand entfernt und aus Bastlerplatten wurde dem Vorbild gerecht ein Wassertank eingepasst. Die Lackierung erfolgte dann mittels Spritzpistole und die Beschriftung stammt von diversen Herstellern aus der Bastelkiste. Ebenfalls aus der Bastelkiste stammen diverse Kleinteile wie Leitern, Windabweiser, Frontseilwinde, Dachbeladung, etc. Das endgültige Finish erhielt das Modell dann durch eigens hergestellte, weiß lackierte Designstreifen entsprechend dem Original. 

 
 

TLF-A mit AT-Aufbau von Rosenbauer

 

Schon lange habe ich nach einem Modell des AT-Aufbaus von Rosenbauer gesucht, doch ein Serienmodell wurde bislang von den renomierten Firmen nicht auf den Markt gebracht. Also war ich aufgerufen, selber tätig zu werden. In einem Modellbaugeschäft in Salzburg erwarb ich dann ein in sehr geringer Stückzahl hergestelltes Kleinserienmodell, welches dann von mir weiterverarbeitet wurde. Als Grundmodell diente mir ein Modell des Mercedes SK HLF von Herpa, von dem ich den Kühlergrill, die Bereifung und das Fahrgestell übernahm. Die restliche Weiterverarbeitung und Lackierung des PU-Modells erfolgte dann in unzähligen Arbeitsstunden und mit vielen Teilen aus der Bastelkiste und Phantasie. Die Beschriftung erfolgte mit Nassschiebebildern von Müller, Roco und Preiser.

 
 

ELF und Unimog der FF Bad Goisern

 

Beim ELF (Einsatzleitfahrzeug) diente mir ein ziviler Mercedes Sprinter von Herpa in dunkelroter Farbe als Basis für meinen Umbau. Nach dem Zerlegen in seine Einzelteile konnte die Lackierung mittels Airbrush erfolgen. Der Blaulichtbalken stammt ebenfalls von Herpa und wurde dem Vorbild entsprechend noch etwas abgeändert und verfeinert. Anschließend wurden noch eine rote Rundumkennleuchte sowie zwei orange Zusatzblinker angefertigt. Nach der Bemalung der Fenstergummis, Scheinwerfer, Rücklichter und der Stoßstangen konnte der Zusammenbau erfolgen. Zuletzt folgte dann noch das Finish mit diversen Beschriftungen und selbst angefertigten weißen Zierstreifen. Beim Bergefahrzeug "Unimog" konnte ich als Basismodell einen Artikel des Kleinserienherstellers MEK aus Deutschland verwenden. Auch dieses Modell wurde ganz dem Vorbild der FF Bad Goisern entsprechend gestaltet. Aus Riffelblechplatten entstanden auf der Ladefläche Geräteräume. Die heckseitige Einbauseilwinde und Ackerschiene entstanden aus Teilen aus der Bastelkiste. Die Frontseilwinde stammt von Roco und wurde ebenfalls etwas abgeändert. Aus Leiterteilen entstanden dann die Bügel an der Oberseite der Ladefläche. Wie beim Vorbild wurden zuletzt noch Decals und der zur Seite gedrehte Suchscheinwerfer angebracht.

 
 

Großtanklöschfahrzeug GTLF 10.000 der FF Bad Goisern

 

Das größte und schwerste Fahrzeug der Feuerwehr Bad Goisern, das GTLF 10.000 mit dem Funkrufnamen „BASSIN“ wurde nun von Andreas Hippesroither im Maßstab 1:87 gebastelt. Vor Baubeginn wurden Fotos und ein genauer Bauplan mit den benötigten Maßen des Vorbildes angefertigt. Als Grundmodell diente der Bausatz eines TLF von Preiser, von dem lediglich der Rahmen, die Räder mit Kotflügel und das Führerhaus zur Verwendung kamen. Der komplette feuerwehrtechnische Aufbau entstand in mühevoller Kleinarbeit aus 0.1, 0.5 und 1mm starken weißen Kunststoffplatten im Eigenbau. Der Aufbau besteht im wesentlichen aus 3 Teilen (Geräteraum, Wassertank und Pumpenraum) und wurde nach Fertigstellung in Feuerrot in 2 Schichten lackiert. Anschließend konnte mit dem Anbringen und Anfertigen der unzähligen kleinen Details am Aufbau und Führerhaus begonnen werden. Ebenfalls im Eigenbau entstanden die weißen Zierstreifen; die Schriftzüge "Bad Goisern" und "Bassin" entstanden aus einzelnen aneinandergefügten Buchstaben. Bis ins kleinste Detail wurde das aus 189 Einzelteilen bestehende Modell dem Vorbild nachempfunden.