Nächtliche LKW-Bergung

Es war exakt 3:01 Uhr nachts, als die FF Bad Goisern am 2. Jänner 2019 zu einer LKW-Bergung alarmiert wurde. Im Anstieg einer Lieferantenzufahrt war ein Kühl-LKW bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen ins Rutschen geraten und konnte in der Folge weder vor noch zurück. Seitens der angerückten Kräfte wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und das Schwerfahrzeug mittels Bergefahrzeug „Last“ aus seiner misslichen Lage geborgen. Schon kurz nach halb vier Uhr früh konnte der Routineeinsatz auch schon wieder beendet werden.

 

Nächtliche PKW-Bergung

In den Nachtstunden des 5. Jännern blieb ein Urlauber, der sich bei der Anreise verfahren hatte, in der Nähe eines Hotelbetriebes mit seinem PKW auf einer tief verschneiten Straße hängen. Die FF Bad Goisern barg mit dem Rüstlöschfahrzeug das unbeschädigte Fahrzeug und konnte den Verkehrsweg wieder frei machen.

 

PKW von Zug gerammt

Von einem Personenzug erfasst und mitgeschleift wurde am Nachmittag des 5. Jänner ein Fahrzeug an einem Bahnübergang in Bad Goisern. Der Lenker hatte großes Glück – er konnte sich zuvor in Sicherheit bringen. Das Unglück nahm am Bahnübergang Weißenbach seinen Lauf, als ein Lenker mit einem Kleinwagen diesen passieren wollte. Aufgrund der schlechten Fahrbahnverhältnisse durch die Schneelage blieb er jedoch direkt auf den Geleisen stecken. Auch das Anschieben durch einen Passanten war vergeblich. Zudem schlossen sich kurze Zeit später die Schranken und ein herannahender Personenzug erfasste den Peugeot. Die beiden Männer konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, das Fahrzeug wurde jedoch erfasst und gut 50 Meter weit mitgeschleift. Mit Totalschaden kam es schließlich am Gleiskörper zum Stillstand. Der Lokführer und die Passagiere des Personenzuges überstanden den Zusammenprall unverletzt.

Zur Bergung des Fahrzeuges wurde die FF Bad Goisern alarmiert. Mittels Bergefahrzeug und einer Seilwinde gelang es bei tiefwinterlichen Verhältnissen das Unfallfahrzeug von den Geleisen zu schaffen. Wenig später konnte der Zugverkehr vom anwesenden ÖBB-Notfallkoordinator wieder freigegeben werden. Seitens der FF Bad Goisern standen 24 Mann (inkl. Bereitschaft) mit drei Fahrzeugen im Einsatz.

 

Räumfahrzeug geborgen

Auch am 6. Jänner stand die FF Bad Goisern wiederum aufgrund der enormen Schneemassen im Einsatz. Diesmal galt es in den Vormittagsstunden ein Räumfahrzeug zu bergen, welches im Schnee versunken war. Die angerückten Kräfte setzen die 10-Tonnen-Seilwinde des Lastfahrzeugs ein, mit der das Schwerfahrzeug dann wieder auf festen Untergrund gezogen werden konnte. Einsatzende war gegen 10 Uhr, eingesetzt waren das Rüstlöschfahrzeug sowie das Bergefahrzeug „Last“.

Wenig später galt es einen PKW zu bergen. Unter Einsatz des Rüstfahrzeugs „Unimog“ konnte auch dieser Einsatz dann rasch abgeschlossen werden.

 

LKW geborgen

Einen hängen gebliebenen LKW musste die FF Bad Goisern in den Mittagsstunden des 10. Jänner bergen. Der Lenker hatte zuvor noch bei einem Betrieb im Ortszentrum geladen und aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse Schneeketten an seiner Zugmaschine montiert. Auf der Fahrt Richtung Ausfahrt Zentrum nahe beim Kreisverkehr riss jedoch eine Schneekette und der Sattelzug blieb mitten in einer Kurve hängen. Da folglich der Fahrzeugverkehr auf dieser wichtigen Zufahrtsstraße blockiert war, war eine rasche Bergung notwendig. Mittels Bergefahrzeug „Last“ und Schleppstange konnte das Schwerfahrzeug dann auch rasch geborgen und der Verkehrsweg wieder frei gemacht werden.

 

Schnee-Chaos bescherte Einsatz-Rekord

Insgesamt 82(!) Einsätze musste die FF Bad Goisern seit Jahresbeginn bis Mitte Jänner abarbeiten, großteils aufgrund der heftigen Schneefälle.

Wie treue Leser unserer Internet- und Facebook-Seite wissen, war das Einsatzspektrum hierbei vielfältig: Witterungsbedingte Fahrzeugbergungen zu jeder Tages- und Nachtzeit beschäftigten gleich mehrfach die Einsatzkräfte. Entweder waren es PKWs, aber auch LKWs oder gar ein Räumfahrzeug selbst, die mithilfe von Seilwinden wieder aus ihrer misslichen Lage geborgen werden mussten - siehe dazu die vorangegangenen Berichte auf dieser Seite.

Große Neuschneemengen, dazwischen wieder Regen und auch Sturmböen brachten Bäume zu Fall. Abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume auf Straßen oder sogar ein Wohnhaus sorgten auch hier für Einsätze der Feuerwehr. Im Bereich Unterjoch mussten sogar zwei Straßen gesperrt werden – zu groß war die Gefahr weiterer umstürzender Bäume gewesen.

Vielfach stand die FF Bad Goisern speziell am 12. und 13. Jänner auch im Einsatz, um gefährdete Hausdächer wieder von den großen Schneelasten zu befreien. Fachkundige Statiker beurteilten das jeweilige Gefährdungspotential an den Gebäuden und lieferten so wichtige Entscheidungshilfen für die Einsatzkräfte. Entsprechend gesichert am Hubsteiger, Kran oder Kletterseil mussten dutzende Dachflächen von den Feuerwehrmännern abgeräumt werden. Mit dem eigenen Feuerwehr-Radlader mussten sogar enge Straßen erst ausgeräumt werden, um beispielsweise den Hubsteiger aufstellen zu können. Erst mit dem Nachlassen der Niederschläge und einer Wetterbesserung kamen auch die Feuerwehrmänner ab dem 16. Jänner wieder etwas zum Durchschnaufen. Mal sehen, wie lange…

 

Fahrzeug mit Kran geborgen

Zu einer nächtlichen Fahrzeugbergung musste die FF Bad Goisern am 26. Jänner ausrücken. Beim Goiserer Kreisverkehr an der Bundesstraße war eine Lenkerin von der Fahrbahn abgekommen und erst wieder auf einem Schneehaufen in Schräglage zum Stillstand gekommen. Sie selbst konnte unverletzt aus dem PKW klettern und die Polizei verständigen. Um das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen, wurde folglich die FF Bad Goisern zu Hilfe gerufen. Mittels Fahrzeugkran des Lastfahrzeugs konnte der PKW wieder schonend geborgen und auf festem Untergrund abgestellt werden. Einsatzende war kurz vor halb fünf Uhr früh.

 

Brand bei Gewerbebetrieb

Mit dem Einsatzstichwort „Brand Gewerbe, Industrie“ wurden die Feuerwehren Bad Goisern und St. Agatha am Abend des 19. Februar ins Goiserer Ortszentrum alarmiert. Durch die Anwesenheit mehrerer Feuerwehrmitglieder im Feuerwehrhaus konnte unverzüglich zu dem Bäckereibetrieb ausgerückt werden. Beim Eintreffen stellte sich die Lage dann weniger dramatisch dar, als man befürchten hatte müssen: An einer Außenfassade war ein Lichtfluter in Brand geraten, welcher jedoch beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits erloschen war. Mittels Schiebeleiter und Beleuchtung wurde der anwesende Haustechniker bei der Demontage des Scheinwerfers unterstützt. Einsatzende für die 32 Mann und fünf Fahrzeuge der FF Bad Goisern war kurz vor 22 Uhr.

 

Postauto auf Abwegen

Auf der aufgeweichten Schneefahrbahn von der Straße gerutscht ist am 21. Februar ein Zustellfahrzeug in der Ortschaft Posern. Für die Bergung wurde schließlich die FF Bad Goisern zu Hilfe gerufen. Mittels Heck-Seilwinde am Rüstfahrzeug „Unimog“ konnte das Fahrzeug rasch geborgen werden. Nachdem das Fahrzeug wieder auf befestigtem Boden stand, konnte die Zustellung gemäß dem Spruch „Die Post bringt allen was“ wieder fortgesetzt werden.

 

Küchenbrand rasch gelöscht

Am 10. März alarmierte die Landeswarnzentrale die FF Bad Goisern zu einem Brandverdacht. Die Feuerwehr rückt unverzüglich mit einem Löschzug (KDOA-F, SLFA-4000, HUB, RLFA-2000) zum Einsatzort aus. Die Nachschau des Atemschutztrupps ergab, dass es sich um einen Küchenbrand handelte, wobei zwischen einem Holzofen und einer dahinter liegenden Holzplatte ein Glimmbrand vorlag. Der Goiserer Atemschutztrupp löschte diesen umgehend mit einem Feuerlöscher und einem Hochdruckrohr des Tanklöschfahrzeuges. Ebenso konnte das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht werden. Nach "Brand aus" wurde der Brandort mit der Wärmebildkamera und einem Messgerät kontrolliert und anschließend freigegeben werden. Die FF Bad Goisern stand mit 28 Mann knapp eine Stunde im Einsatz.