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Einsatzübung Personenrettung

Ganz im Zeichen der Rettung eingeschlossener Personen stand die Übung der Aktivmannschaft am 12. April: Durch einen fiktiven Brand und die Verrauchung beim Gasthof Moserwirt war der Fluchtweg über das Stiegenhaus abgeschnitten. Seitens der Rezeption wurden beim Eintreffen der Feuerwehr elf vermisste Personen im Bereich des zweiten Obergeschosses gemeldet. Insgesamt vier Atemschutztrupps machten sich auf die Suche nach den Vermissten - ausgerüstet mit Wärmebildkamera und Fluchtfilterhauben. Relativ rasch konnten die Abgängigen aufgefunden und dann in weiterer Folge über die Drehleiter bzw. den Hubsteiger mit Schleifkorbtragen "gerettet" werden. Über das Einsatzleitungs-Fahrzeug ELF wurden die Atemschutztrupps koordiniert sowie die Abfolge der Personenrettung zeitlich dokumentiert.

 

Erfolgreiche Atemschutz-Leistungsprüfung

Gleich drei Trupps der FF Ebensee traten am 24. April zur Atemschutz-Leistungsprüfung in der Stufe 1 (Bronze) im Feuerwehrhaus Bad Goisern an. Seit Bestehen dieser sehr praxisorientierten Prüfung werden immer wieder Abnahmen von Feuerwehren des Abschnittes Bad Ischl bei der FF Bad Goisern durchgeführt, wo die Feuerwehrmänner ihr Können und Wissen im Bereich Atemschutzeinsatz zum Besten geben. Nach ausgiebiger Vorbereitung stellten sich die Kameraden aus Ebensee dieser Prüfung, und durften schließlich die begehrten Leistungsabzeichen aus den Händen von Bezirkskommandant OBR Benda entgegen nehmen. Das Bewerterteam der FF Bad Goisern gratuliert den Kameraden zum Erfolg und freut sich schon auf viele weitere Atemschutztrupps, die sich dieser Herausforderung stellen. Zur Terminvereinbarung wenden sich Interessenten einfach an den Kommandanten der FF Bad Goisern.

 

Grundausbildung in der Feuerwehr

Der Monat April war - neben der Einsatz- und üblichen Übungstätigkeit - von der Grundausbildung in der Feuerwehr geprägt. Optimal vorbereitet für Einsätze und weitere Kurse sind nun die vier "grundausgebildeten" Feuerwehrmänner.

 

Maibaum beim Feuerwehrhaus

Ein 28 Meter hoher Maibaum schmückt seit dem Vorabend des 1. Mai wieder den Platz neben dem Feuerwehrhaus der FF Bad Goisern. Eine Woche zuvor war die Fichte aus dem Weißenbachtal geholt und in "Schwertransport-Manier" von den Feuerwehrmännern angeliefert worden. Viele Stunden der Vorbereitung waren notwendig, ehe der schmucke Maibaum dann unter Einsatz der Seilwinden von RLF und Last rasch aufgerichtet werden konnte. In geselliger Atmosphäre klang der Abend dann im Beisein vieler Freunde und Helfer unserer Veranstaltungen bei Lagerfeuer, Musik sowie Speis und Trank gemütlich aus.
 

Einsatzübung im Baumhaus

Die Rettung mehrerer bei einem Brand vermisster Personen stand im Mittelpunkt des Übungsprogramms am Abend des 3. Mai: Im "Baumhaus", einem neuen Geschäfts-und Gesundheitshaus an der B 145 galt es insgesamt vier Personen aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Drei Vermisste konnten rasch durch einen Atemschutztrupp im ersten Obergeschoß aufgefunden und auf den Balkon verbracht werden. Von dort aus wurden sie dann mittels Schleifkorbtragen und per Hubsteiger sicher zu Boden gebracht. Knifflig gestaltete sich auch die Rettung der vierten Person, die im Aufzug aufgrund des Stromausfalls stecken geblieben war. Mittels Notbedienung gelang es aber auch hier, den Eingeschlossenen rasch aus der Liftkabine zu befreien.

 

Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr

24 Stunden Dienst, mit Übungs- und Ausbildungstätigkeiten und dazwischen immer wieder der Alarm zu unterschiedlichsten Einsätzen - so sieht der Alltag von Berufsfeuerwehrleuten aus. Um zu erleben wie es sich anfühlt, 24 Stunden ein Feuerwehrmann/frau zu sein, hat die Freiwillige Feuerwehr Bad Goisern für ihre Jugendgruppe wieder einen sogenannten „24-Stunden-Dienst“ organisiert. Von Samstag den 15. Mai ab 13:00 Uhr bis am nächsten Tag um 13:00 Uhr haben sich die 18 Jugendlichen von 10 bis 15 Jahren im Feuerwehrhaus aufgehalten und erlebten so einiges. Zahlreiche unterschiedliche „Einsätze“ und Ausbildungsprogramm wurden hierfür vorbereitet.

Laufend wurde im Internet und auf der Homepage der FF Bad Goisern über den „Dienst wie bei einer Berufsfeuerwehr“ berichtet. Lesen Sie anhand der Live-Berichterstattung, welche Erfahrungen die Jugendfeuerwehrmitglieder machen durften:

 

Es ist 17:00 Uhr und die Jugendfeuermitglieder haben bereits viel erlebt. Nach dem Dienstantritt um 13:00 erfolgte die Einteilung auf die jeweiligen Fahrzeuge. Danach wurden die Jugendlichen mit den Gerätschaften der Fahrzeuge vertraut gemacht, um im „Einsatzfall“ damit umzugehen zu können. Damit die Ausbildung nicht zu kurz kam, folgte ein Schulungsblock, über die richtige Handhabung und Verwendung der Schiebeleiter, sowie das Verwenden der Rettungstragen des Hubsteigers. Etwas Stress verursachte bei den Jugendlichen die Einsatzübungsmeldung „Waldbrand-Ewige Wand durch Blitzschlag“.

Am Übungsort eingetroffen wurde sogleich der Angriff über eine B-Versorgungsleitung mit C-Strahlrohren vorgenommen. Zeitgleich wurde der Waldbrandcontainer aufgebaut. Eine zweite Löschleitung wurde vom Waldbrandcontainer zum Einsatzort gelegt, um die Löschlanzen mit Wasser zu versorgen.

Nach dem „Brand Aus“ rückten die Jugendlichen in die Zeugstätte ein. Nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft habe die Jugendlichen jetzt etwas Zeit für sich. Anschließend wird gemeinsam Abend gegessen.

 

Schlag auf Schlag ging es in den folgenden Stunden beim Schichtdienst der Jugendgruppe weiter. Gleich nach dem Abendessen stand eine Schulung zu den Themen Anschlagmittel sowie hydraulische Rettungsgeräte am Programm. An einigen Autoteilen durften sich die Jungfeuerwehrmitglieder dann mit den hydraulischen Rettungsgeräten sich selbst versuchen. Die Schulung war beendet als der nächste Übungseinsatz in der Zeugstätte einlangte. Die Meldung lautete „Dachstuhlbrand Kurhotel Jodschwefelbad“. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen wurde von einem Nachbar gemeldet, dass sich im Gebäude noch eine Person befindet. Diese wurde mittels schwerem Atemschutz gerettet. Der Innenangriff wurde mit drei C-Strahlrohre unterstützt. Der Hubsteiger bekämpfte den Dachstuhlbrand mittels Werfer und Schlauchhaspel. Das GTLF 10.000 wurde von der Pumpe 1 Goisern gespeist. Nach der Übungsnachbesprechung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft hoffen wir auf eine „ruhige Nacht“.

 

Ab 22:00 Uhr war Nachtruhe in der Zeugstätte Bad Goisern, aber es sollte keine ruhige Nacht werden. Um 23:15 Uhr mussten die Jugendfeuermitglieder so schnell wie möglich wieder Einsatz bereit sein, es langte der Übungseinsatz „Brandmeldeanlage im Hanuschhof“ in der Zeugstätte ein. Beim Eintreffen des Löschzuges und Erkunden durch den Einsatzleiter konnte ein „Fehlalarm“ durch den Brandmelder 361/2 festgestellt werden. Danach hieß es wieder ab in die Schlafsäcke. Doch bereits um 00:45 Uhr riss ein weiterer Übungsalarm die Jugendfeuermitglieder aus den Schlaf. In der Ortschaft Posern war ein Benzinbehälter Leck geschlagen. Die brennbare Flüssigkeit musste – gesichert mit dreifachem Brandschutz – umgepumpt werden. Dabei kam erschwerend hinzu, dass es sehr stark regnete. Auch diese Einsatzübung lösten die Jugendfeuermitglieder mit Bravur. Nach diesem Übungseinsatz schliefen die 18 Jugendlichen bis 05:30 Uhr ein weiterer Übungs-Alarm im Feuerwehrdepot einlangte. Die Meldung „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ trieb den Jugendlichen den Schlaf aus den Augen. Es galt die Person aus dem verunfallten Fahrzeug so schnell und schonend wie möglich zu retten. Hydraulisches Rettungsgerät wurde vorbereitet, ein Brandschutz wurde aufgebaut, die Person gerettet und bei strömenden Regen das Fahrzeug geborgen. Nach diesem Übungseinsatz wurden die Geräte gereinigt und die Jugendlichen konnten mit dem Frühstücken beginnen.

 

Um 08:00 Uhr stand ein Schulungsblock am Programm. Den 18 Jugendfeuermitgliedern wurden die verschiedenen Schaumarten theoretisch und praktisch beigebracht. Um den Jugendlichen etwas Zeit zur Erholung und zur Trocknung der Kleidung zu geben, wurde anschließend ein Film (Ice Age 3) gezeigt. Um 10:30 Uhr stellten sich die Jugendfeuermitgliedern der nächsten Herausforderung „Brand – Müllnerwald – Erdhaus Forstinger Martin“. Im Erdhaus befand sich noch eine vermisste Person die gerettet wurde. Die Bekämpfung des Waldbrandes erfolgte mittels C-Strahlrohren, die Wasserversorgung erfolgte über eine Zubringerleitung vom Mühlbach. Ebenfalls zur Bekämpfung des Waldbrandes wurde die Drehleiter mit einem Wasserwerfer eingesetzt. Nach dem „Brand Aus“ und dem Einrücken in die Zeugstätte wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Zur Stärkung gab es das wohlverdiente Mittagessen, ehe das Ende der 24-Stunden Schicht um 13:00 Uhr immer näher rückte.

 

Fotogalerie

 

"Mit Spreizer und Schere vor"

Den Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte übte am 17. Mai die FF Bad Goisern an einem Unfallfahrzeug. Schritt für Schritt wurden die notwendigen Maßnahmen erläutert und dann in die Praxis umgesetzt. Das Einrichten eines Bereitstellungsraumes für das technische Gerät, ein Sammelplatz für abgetrennte Wrackteile sowie der Aufbau der Beleuchtung und des Brandschutzes durften ebenso wenig fehlen, wie das Setzen der nötigen Maßnahmen zur patientengerechten Rettung direkt am Unfallfahrzeug. Vor allen jüngere Mitglieder der Aktivmannschaft hatten im Zuge dieser Ausbildung die Möglichkeit, Erfahrungen mit den doch schwergewichtigen hydraulischen Rettungsgeräten zu sammeln. Auch das Sichern eines in Seitenlage befindlichen Unfallfahrzeuges wurde durchgeführt, ehe schließlich auch noch das Dach mit der Rettungsschere abgetrennt werden konnte.

 

Hubrettungsgerät und Hebekissen

Am 27. April übten die Jungfeuerwehrmitglieder in zwei Gruppen ihre Fertigkeiten. Einerseits wurde der Hubsteiger mit seinen Zusatzgeräten beübt. Andererseits standen für den anderen Teil der Jugendgruppe die Hebekissen am Programm.

 

Personensuche und -rettung

Das ehemalige Kurhotel durfte die FF Bad Goisern am 31. Mai für Übungszwecke nutzen. Eigentlich "nur" zu einem Brandmeldealarm alarmiert, stellte sich vor Ort rasch die Lage eines "Ernstfalles" dar: Angenommen war ein Brandereignis mit insgesamt sechs vermissten Personen. Während sich die Atemschutztrupps im Gebäude auf die Suche nach den Abgängigen machten, ging vor dem Gebäude der Hubsteiger zur Personenrettung in Stellung. Mittels Schleifkorbtragen konnten Vermisste aus den Obergeschossen entgegen genommen und schließlich sicher zu Boden verbracht werden. Parallel zu diesen Maßnahmen wurde außerdem ein Löschangriff u.a. mittels Wasserwerfer vorgetragen, die Löschwasserversorgung stammte vom Großtanklöschfahrzeug GTLF 10.000.

 

Goiserer Feuerwehren übten den Ernstfall

Gleich mehrere Einsatzszenarien galt es für die Kräfte der Goiserer Feuerwehren bei der Gemeinschaftsübung am 7. Juni zu bewältigen: Ein „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ sowie ein „Brandgeschehen“, bei dem ebenfalls Vermisste gerettet werden mussten, bildeten die Ausgangslage für die Pflichtbereichsübung. Schauplatz der von der Betriebsfeuerwehr SGL Carbon vorbereiteten Einsatzübung war das Areal des Elektrodenwerks. Schweres Bergegerät war notwendig, um jenen eingeklemmten Lenker aus seinem Fahrzeug zu befreien, der von einer Lokomotive gerammt worden war. Mittels hydraulischem Rettungsgerät wurde am verunfallten PKW unter anderem das Dach entfernt, sodass der „Verletzte“ schonend aus dem Fahrzeug „gerettet“ und in weiterer Folge dem Rettungsdienst übergeben werden konnten. Die Fahrzeugbergung sowie das Eingleisen eines Waggons erfolgten mittels Seilwinde und dem Zusammenspiel zweier Knickarm-Krane. Parallel zu diesen Arbeiten erfolgte unweit davon die Brandbekämpfung und Menschenrettung bei einem angenommenen „Brand einer Industriehalle“. Koordiniert über eine Atemschutz-Sammelstelle mussten mehrere Trupps die Vermissten am Dach sowie im Inneren der Halle aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit bringen. Im Außenbereich erfolgte parallel dazu eine umfassende Brandbekämpfung u.a. mit Wasserwerfern, welche vorerst über Tanklöschfahrzeuge und in weiterer Folge über mehrere Zubringleitungen von der Traun mit Löschwasser versorgt wurden. Über 70 Mann aller Goiserer Feuerwehren hatten sich an dieser Übung beteiligt, bei der wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen für einen etwaigen Ernstfall gesammelt werden konnten.

 

Kindergarten besuchte Feuerwehr

Aufregend und spannend gestaltete sich die Zeit am 10. Juni, in der die Regenbogen-Gruppe des katholischen Kindergartens einen Besuch bei der FF Bad Goisern abstattete. Wohl jedes Kind träumt davon, selbst einmal im Feuerwehrauto mitfahren zu dürfen oder ganz vorn am Strahlrohr zu stehen. Diese Wünsche konnten sich die Kleinen an diesem Tag erfüllen, durften sie doch selbst hinter dem Lenkrad der großen Feuerwehrautos sitzen oder mit dem Feuerwehrhelm durch die Fahrzeughalle sausen. In luftige Höhen ging´s im Korb des Hubsteigers und auch ein Löschangriff mit dem Wasserwerfer durfte freilich nicht fehlen. Die Kinder dankten ihren Besuch den Feuerwehrmännern nicht nur mit strahlenden Augen sondern auch mit einer eigens angefertigten Gemeinschafts-Zeichnung, die sie der FF Bad Goisern überreichten.
 

Messebesuch in Leipzig

Anfang Juni war es wieder mal soweit: die "Interschutz", die alle fünf Jahre stattfindende internationale Feuerwehr-Fachmesse öffnete diesmal in Leipzig ihre Pforten für die Besucher. Über 1500 Aussteller aus der ganzen Welt präsentierten dabei ihre neuesten Produkte. Auch 14 Mann der FF Bad Goisern machten sich auf die weite Reise, um sich am 12. Juni während eines ganztägigen Messebesuchs nach Neuheiten und den aktuellen Errungenschaften zu erkundigen. Unglaublich mit welcher Produktvielfalt die Hersteller am "Feuerwehrmarkt" aufwarten können. Kaum zu glauben, auf welcher riesigen Fläche in den Messehallen und am Freigelände den Besuchern alles "Rund ums Blaulicht und die roten Autos" gezeigt, vorgeführt und präsentiert wurde. Es würde jeglichen Rahmen sprengen, um hier auf Details der Messe und deren "Highlights" einzugehen. Es sei nur so viel gesagt: Tief beeindruckt vom Erlebten konnte sicherlich die eine oder andere Idee zur Erleichterung der Feuerwehrarbeit zumindest "gedanklich" mit nach Hause genommen werden, die Bilder sollen und können jedoch nur einen sehr kleinen Auszug zum Messebesuch liefern.

 

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