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Waldbrand in steilem Gelände

Zu einem Waldbrandeinsatz im Gemeindegebiet St. Wolfgang wurde in den Abendstunden des 19. April die FF Bad Goisern im Rahmen der Stützpunkttätigkeit (Waldbrand-Stützpunkt mit Hubschrauber-Unterstützung) zusätzlich zu den Wehren aus den Pflichtbereichen St. Wolfgang und Bad Ischl gerufen. Im Bereich der sogenannten "Wirlinger Wände" war es im steilen Gelände zu einem Waldbrand gekommen, der u.a. durch das Abwerfen von Löschwasser per Hubschrauber bekämpft wurde. Seitens der FF Bad Goisern wurde der Löschwasser-Auffangbehälter sowie Waldbrandgerät zum Landeplatz transportiert. Parallel dazu wurde auch eine rund 3km lange Schlauchleitung über einen schmalen und steilen Forstweg zum Brandherd verlegt. Hierbei unterstützte die FF Bad Goisern mit dem geländegängigen Kommandofahrzeug die Kräfte beim Material- und Mannschaftstransport sowie beim Aufbau der Zubringleitung. Während die Hubschrauberflüge aufgrund der einsetzenden Dunkelheit eingestellt werden mussten, wurde durch die Löschmannschaften im Gelände die Brandbekämpfung bis fast 23:00 Uhr fortgesetzt. Auch am Folgetag waren durch die örtlichen Kräfte noch Löschmaßnahmen erforderlich, ehe gegen Mittag schließlich "Brand aus" gegeben werden konnte.
 

Lange Ölspur auf Bundesstraße

Eine ausgedehnte Ölspur von mehr als zwei Kilometern Länge beschäftigte am Vormittag des 21. April die Einsatzkräfte der FF Bad Goisern. Ein bislang unbekannter Verursacher hatte auf der Bundesstraße B 145 im Bereich zwischen Stambachbrücke und dem Ortsteil Kröss die Fahrbahn teilweise massiv vermutlich mit Dieselöl verschmutzt und so auf der nassen Straße für einen gefährlichen Schmierfilm gesorgt. Seitens der Polizei wurde gegen 8:30 Uhr die FF Bad Goisern zum Binden der Ölverschmutzung alarmiert. In Zusammenarbeit mit Bediensteten der Straßenmeisterei wurden unzählige Säcke Bindemittel zum Aufsaugen des Schmierfilms auf der Fahrbahn aufgebracht. Wertvolle Dienste leistete dabei ein erst kürzlich angeschafftes Spezialfahrzeug der FF Bad Goisern, mit dessen Kehrgerät das großflächig ausgebrachte Bindemittel wieder rasch aufgenommen werden konnte. Abschnittsweise arbeiteten sich die Einsatzkräfte entlang der Straße fort, wobei aufgrund der nur einspurigen Befahrbarkeit der Bundesstraße immer wieder Verkehrsanhaltungen notwendig waren. Auch eine zusätzlich angeforderte Kehrmaschine einer Privatfirma unterstützte die Arbeiten, sodass gegen 12:00 Uhr – nach drei Stunden „Besenschwingen“ – der Einsatz auf der Straße beendet werden konnte. Endgültiges Einsatzende war jedoch erst nach 14:00 Uhr – nach der Reinigung von Fahrzeugen und Geräten sowie der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Seitens der FF Bad Goisern waren 14 Mann mit fünf Fahrzeugen eingesetzt.

 

Mit Auto in Traun gestürzt

Riesenglück hatte eine Fahrzeuglenkerin am Nachmittag des 8. Mai in Bad Goisern: Die junge Frau war mit ihrem PKW auf der Oberen Marktstraße nahe der ehemaligen Rot-Kreuz-Dienststelle unterwegs, als sie plötzlich von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug wurde in der Folge über die nahen Geleise der Salzkammergut-Bahn katapultiert, stürzte über eine Stützmauer und kam schließlich am Dach liegend im eiskalten Wasser der Traun zu liegen. Nur noch das Heck des Golf ragte aus dem Wasser, der Rest des Fahrgastraums befand sich zur Gänze unter der Wasseroberfläche. Die Lenkerin konnte sich gottlob aus eigener Kraft aus dem Fahrzeug ans Ufer retten. Unterkühlt und mit Verletzungen unbestimmten Grades wurde sie vom Rettungsdienst und Notarzt ins LKH Bad Ischl eingeliefert. Schwierig gestaltete sich dann für die FF Bad Goisern die Bergung des Unfallwracks aus den Fluten. Unter Bedachtnahme des Sicherheitsabstands zur Oberleitung sowie des Bahnverkehrs (die ÖBB wurden informiert) konnten die Bergearbeiten vorgenommen werden. Im Zusammenspiel zweier Seilwinden und des Bergekrans des Lastfahrzeugs gelang es, den Golf über die Stützmauer und die Geleise zu hieven. Seitens der FF Bad Goisern standen 33 Mann mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.

 

Tödlicher Verkehrsunfall beim Kreisverkehr

Tragisch endete ein Verkehrsunfall am späten Nachmittag des 26. Mai beim Kreisverkehr an der B 145 in Bad Goisern. Ein belgischer Staatsbürger war mit einem PKW aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und mit voller Wucht gegen den Mast einer Reklametafel geprallt. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen durch den Rettungsdienst und Notarzt blieben jedoch erfolglos, der Lenker verstarb noch an der Unfallstelle. Warum der Mann gegen den Mast prallte werden Sachverständige und eine Obduktion klären müssen. Für die FF Bad Goisern bestand die Aufgabe, die Unfallstelle abzusichern sowie einen zweifachen Brandschutz sicher zu stellen. Außerdem wurde mittels Lotsen der Verkehr an den vorbeiführenden Straßen geregelt sowie die Einsatzstelle gegen Blicke neugieriger Passanten abgeschirmt. Im Auftrag der Polizei wurden schließlich noch Luftaufnahmen der Unfallstelle vom Korb des Feuerwehr-Hubsteigers aus angefertigt. Einsatzende war schließlich kurz vor 19:00 Uhr.

 

Entflohener Bienenschwarm

Zu einer nicht alltäglichen Hilfeleistung wurde die FF Bad Goisern am Nachmittag des 31. Mai gerufen. Ein Bienenschwarm war von seinem eigentlichen "Wohnsitz" entflohen und hatte sich an einem nahen Baum angesiedelt. Da man auf herkömmlichem Wege den Bienenschwarm nicht erreichen konnte, rückten schließlich zwei Mann mit dem Hubsteiger an. Ausgerüstet mit Schutzanzügen gelangten der Besitzer und ein Feuerwehrmann im Korb des Hubsteigers in rund 15 Meter Höhe, um den entflohenen Schwarm wieder einzufangen. In einem großen Behälter ging schließlich die Reise wieder zurück zum eigentlichen "Hauptwohnsitz", dem Bienenstock.

 

Pumparbeiten durch Dauerregen

Die starken Regenfälle bescherten der FF Bad Goisern am Nachmittag des 2. Juni gleich zwei Einsätze: Durch das Ansteigen des Grundwasserspiegels kam es bei einem Wohnhaus in der Ortschaft Posern zum Wassereintritt durch die Kellerfenster. Durch den Einsatz einer Tauchpumpe in einem Schacht im Gartenbereich gelang es, den Wasserstand rasch zu senken und somit ein weiteres Eindringen von Wasser in das Wohnhaus zu verhindern. Parallel zu diesen Arbeiten wurde das Regenwasser im Keller mittels Nasssauger beseitigt. Auch bei einem weiteren Wohngebäude musste eine Tauchpumpe eingesetzt werden, um einen vollgelaufenen Schacht auszupumpen. Im Einsatz standen das Schwere Löschfahrzeug SLF sowie das Kommandofahrzeug.

Nur kurz war die Pause für die FF Bad Goisern. Denn gegen Abend des 2. Juni drohte der Krößenbach über die Ufer zu treten und gefährdete damit mehrere nahe Wohngebäude. Bereits vorbereitete Sandsäcke wurden zu den Einsatzstellen verbracht und dort damit ein Schutzwall aufgebaut. Bestens bewährt hat sich dabei der neue Multi-Lader der FF Bad Goisern, mit dem die Sandsäcke auch über schmale Zufahrtswege angeliefert werden konnten. Bis in die Abendstunden waren die Kräfte im Einsatz, um weitere Sandsäcke zu füllen und damit die Ufer des Krößenbaches zu sichern.

Auch in den Nachtstunden musste zu zwei weiteren Pumpeinsätzen ausgerückt werden. In der Ortschaft Primesberg stieg im Heizraum eines Wohnhauses durch eindringendes Wasser der Wasserstand zusehends. Auch hier konnte die FF Bad Goisern durch den Einsatz einer Tauchpumpe Abhilfe schaffen. Gegen 23:30 Uhr konnten schließlich die Hochwasser-Einsätze dieses Tages abgeschlossen werden.
 

Weitere Pumparbeiten auch am Frohnleichnamstag

Keine Feiertagsruhe gab es nach den Hochwassereinsätzen vom Vortag: Den aufwändigsten Einsatz des Tages galt es in der Haupt- und Musikschule gleich neben dem Feuerwehrhaus zu bewältigen, dort hatte sich der gesamte Keller über Nacht mit Wasser gefüllt. Gut 40 cm hoch stand das Nass teilweise in den Kellerräumen, dem die Feuerwehrmänner mit drei Tauchpumpen den Kampf ansagten. Für die "Feinarbeit" kam schließlich auch ein Nasssauger zum Einsatz. Parallel zu diesem Einsatz musste auch noch zu einem Wohn-und Geschäftsgebäude im Ortszentrum ausgerückt werden. Auch dort musste eine Tauchpumpe sowie ein Nasssauger eingesetzt werden, um das eingedrungene Wasser aus den Kellerabteilen zu beseitigen. Auch in der Dr. Löckerstraße machte der Anstieg des Grundwasserspiegels Pumparbeiten bei einem Wohnhaus notwendig. Gegen 13:30 Uhr konnte auch dieser Einsatz beendet werden.

 

Krankentransport mit Hubsteiger

Zur Unterstützung des Rettungsdienstes wurde am Vormittag des 9. Juni die FF Bad Goisern alarmiert: Ein Patient musste vom 2. Obergeschoß eines Wohnhauses im Ortszentrum zum Rettungsfahrzeug gebracht werden, was sich jedoch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht so einfach gestaltete. Das Stiegenhaus war zu eng, um den auf der Krankentrage gelagerten Verletzten nach unten zu bringen. Deshalb wurde das Hubrettungsfahrzeug der FF Bad Goisern zur Hilfeleistung eingesetzt. Über ein Wohnungsfenster gelangte der Patient auf eine spezielle Lagerung am Korb des Hubsteigers und in weiterer Folge schonend und sicher zu Boden, wo ihn bereits das Rettungspersonal erwartete. Die FF Bad Goisern wünscht dem Verletzten auf diesem Wege alles Gute und eine baldige Genesung.

 

Einsatz nach Gewittersturm

Heftige Sturmböen während eines Gewitters bescherten der FF Bad Goisern am Abend des 12. Juni prompt einen Einsatz: Bei einem Mehrparteienhaus im Ortszentrum war es zu Beschädigungen der Dacheindeckung gekommen. Um weiteres Eindringen von Regenwasser zu verhindern, wurde von den Feuerwehrkräften die beschädigte Dachfläche mittels einer Plane und Dichtmasse wieder provisorisch verschlossen. Für den Transport von Gerätschaften und Material kam der Hubsteiger zum Einsatz, Einsatzende war für die Kräfte um 20:45 Uhr.

 

Ölspur beseitigt

Eine längere Ölspur beschäftigte am Vormittag des 16. Juni die FF Bad Goisern: Anwohner hatten sich an die Feuerwehr gewendet, nachdem sich am Rudolf-von-Alt-Weg auf der nassen Fahrbahn ein rutschiger Schmierfilm gebildet hatte. Von wo das ausgelaufene Öl stammte, konnte bislang nicht geklärt werden. Jedenfalls waren die Kräfte der FF Bad Goisern mehr als eine Stunde beschäftigt, um die Rutschgefahr wieder zu beseitigen. Mehrere Säcke Ölbindemittel mussten gestreut werden, sodass ein weiteres Ausbreiten verhindert werden konnte. Als treuer Helfer bewies sich einmal mehr der neue Multi-Lader mit Kehrmaschine. Bereits zum dritten Mal seit seiner Beschaffung kam nun der Kehrmaschinen-Aufsatz zur Anwendung, mit dem das ausgebrachte Bindemittel rasch und effizient wieder aufgenommen und der Entsorgung zugeführt werden konnte. Während der Arbeiten war es notwendig, den betroffenen Straßenabschnitt für den Verkehr zu sperren, gegen Mittag war der Einsatz beendet.

 

Nächtliche Personenrettung

Zu einer Personenrettung aus einem Gewässer wurde die FF Bad Goisern in der Nacht des 21. Juni kurz vor drei Uhr alarmiert: Ein Pensionist war vom Gehweg in der Ortschaft Unterjoch abgekommen und über eine steile Böschung in einen Seitenarm des Traunflusses gestürzt. Schwimmend konnte er sich auf eine Insel retten, von wo aus er dann mit Hilferufen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Seitens der Polizei wurde schließlich die FF Bad Goisern alarmiert, um den Mann wieder an Land zu bringen. Ausgerüstet mit Wathosen durchquerte ein Trupp an einer seichteren Stelle das fast hüfthohe Wasser, um zu dem Hilfesuchenden zu gelangen. Der völlig Durchnässte wurde schließlich mit einer Decke gegen weitere Auskühlung geschützt, in eine Schleifkorbtrage gebettet und von den Feuerwehrmännern durch das Wasser ans sichere Ufer getragen. Dort wartete bereits der Rettungsdienst auf den Mann, der den Pensionisten mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus einlieferte. Seitens der FF Bad Goisern konnte der Einsatz gegen 03:30 Uhr beendet werden.

 

Abfalleimer in Brand

Brandeinsatz zu später Stunde des 22. Juni: Bei einer Bushaltestelle an der B 145 war ein Abfalleimer in Brand geraten, Passanten hatten daraufhin die FF Bad Goisern alarmiert. Beim Eintreffen des Kommandofahrzeuges nur kurze Zeit später war der Brand bereits bis auf ein paar Glutnester erloschen. Denn glücklicherweise dürfte sich in dem Behälter nur wenig Inhalt befunden haben, der dem Feuer als Nahrung dienen konnte. Ansonsten wäre ein Brandübergriff auf das hölzerne Buswartehäuschen sicherlich nicht auszuschließen gewesen. Im Beisein der Polizei erfolgte noch eine genaue Begutachtung der Brandstelle, ehe schließlich noch Nachlöscharbeiten mit einem Hochdrucklöscher vorgenommen wurden. Ein ausgerüsteter Atemschutztrupp brauchte somit nicht mehr in Aktion treten. Einsatzende war gegen 22:30 Uhr, im Einsatz standen 22 Mann mit KDOF, SLF und RLF.

 

Feuerwehr holte Schlange aus Badezimmer

Kurioser Einsatz für die Feuerwehr Bad Goisern am Abend des 26. Juni: Ein Hausbesitzer war ziemlich erschrocken, als er sein Badezimmer betreten und plötzlich in diesem eine Schlange erblickt hatte. Das Reptil hatte sich dort über die Vorhangstange geschlungen, nachdem es vermutlich über die Hausmauer und das gekippte Fenster dorthin gelangt war. Hilfesuchend wandte sich der Mann schließlich an die Helfer der Feuerwehr. Die Florianijünger konnten die rund ein Meter lange Ringelnatter in einen Behälter einfangen und aus dem Wohnhaus wieder nach draußen verbringen. Nach einer Fahrt im Kommandofahrzeug wurde die Schlange schließlich wieder am Ufer der Traun in die Natur entlassen – in der Hoffnung, dass sie diesmal in ihrem eigentlichen Lebensraum bleibt.

 

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