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Kaminbrand beim Feuerwehrkameraden

Dass selbst Mitglieder einer Feuerwehr nicht davor geschützt sind, selbst einmal die Hilfe ihrer Kollegen in Anspruch nehmen zu müssen, zeigte sich am 5. Juli. Beim Haus des Schriftführers der FF Bad Goisern, AW Andreas Hippesroither, war es zu einem Kaminbrand gekommen. Flammen schlugen aus dem Rauchfang und brannten in der Folge sogar die Blechdachabdeckung des Kamins durch. Die herbeigerufenen Helfer der FF Bad Goisern kontrollierten den Kamin und stellten mittels Hochdruckrohren einen Brandschutz sicher. Über die Drehleiter gelangte ein Atemschutztrupp auf das Dach, von wo aus mittels Einreißhaken die Ablagerungen im oberen Bereich des Kamins entfernt werden konnten. Noch vor dem Eintreffen der Rauchfangkehrerin, welche die restlichen Ablagerungen mittels Kehrbesen entfernte, konnte "Brand aus" gegeben werden. Die FF Bad Goisern stand mit vier Fahrzeugen und 15 Mann bei ihrem Kameraden im Einsatz.

 

PKW-Brand am Pötschenpass

Heftige Sturmböen am Abend des 12. August forderten auch in Bad Goisern einen Einsatz der Feuerwehr. In der Rot-Kreuz-Siedlung wurde ein Baum durch den Sturm abgerissen und dieser blockierte in der Folge die Straße. Um 23:04 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Goisern zur Beseitigung des Hindernisses alarmiert. Mittels Kettensäge wurde der Baum von der Besatzung des "RLF Goisern" zerkleinert und von der Fahrbahn geschafft.

 

Sturm riss Baum um

Heftige Sturmböhen am Abend des 12. August forderten auch in Bad Goisern einen Einsatz der Feuerwehr. In der Rot-Kreuz-Siedlung wurde ein Baum durch den Sturm abgerissen und dieser blockierte in der Folge die Straße. Um 23:04 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Goisern zur Beseitigung des Hindernisses alarmiert. Mittels Kettensäge wurde der Baum von der Besatzung des "RLF Goisern" zerkleinert und von der Fahrbahn geschafft.

 

Nächtliche Suche nach abgängiger Radfahrerin

Am Nachmittag des 14. September unternahm die 24-jährige Ilse L. aus Allhamming mit ihrem Freund aus Bad Goisern eine Radtour in das Goiserer Weißenbachtal. Nahe der Chorinsky-Klause bemerkte ihr Begleiter eine Reifenpanne an seinem Fahrrad. Nachdem ihr der weitere Weg talauswärts beschrieben worden war, setzte sie mit ihrem Fahrrad die Tour alleine fort. Zu Hause wollten sich die beiden dann wieder treffen. Doch als ihr Freund schließlich dort angekommen war, fehlte von seiner Begleiterin jegliche Spur. Schließlich wurde von Gendarmeriebeamten der Alpineinsatzgruppe und der Bergrettung, Ortsstelle Bad Goisern, eine Suchaktion gestartet. Aufgrund der herrschenden Finsternis und der schlechten Einsehbarkeit des Tales wurden auch die Feuerwehren Bad Goisern und Weißenbach zur Unterstützung bei der Suche herangezogen.

Bei einer gemeinsamen Einsatzbesprechung wurde eine gruppenweise Einteilung von Suchgebieten vorgenommen. Mit Handscheinwerfern ausgerüstete Suchtrupps der Einsatzorganisationen durchstiegen mit mühevoller Anstrengung steil abfallende Hänge und Böschungen, in der Hoffnung irgendeine Spur zu finden. Sogar eine speziell für Canyoning-Einsätze ausgebildete Gruppe von Bergrettern suchte entlang des Weißenbaches nach der Abgängigen. Hauptaufgabe der Feuerwehren war das Ausleuchten und Absuchen der Böschungen und Gräben mittels an den Fahrzeugen montierten Scheinwerfern und Umfeldbeleuchtungen. Bald setzte zu allem Übel auch noch starker Regen ein, der die Suche zudem noch erschwerte. Gegen 1:30 Uhr hatten die mittlerweile durchnässten Suchtrupps aber noch immer nichts von der Vermissten gefunden. Deshalb wollte man die Suche bei Tageslicht wieder fortsetzten.

Kurz vor zwei Uhr früh kam jedoch die erlösende Meldung, dass die junge Frau unverletzt aber unterkühlt von den Canyoning-Rettern im Bachbett aufgefunden werden konnte. Sogleich setzten sich die Einsatzkräfte wieder taleinwärts in Bewegung, um die Bergung zu unterstützen. Mittels Flutlichtscheinwerfern leuchteten Feuerwehrmänner die steil abfallende Böschung aus, sodass sich Bergretter zu dem Suchtrupp mit der nun Aufgefundenen abseilen konnten. Diese konnte dann über steiles Gelände zur zirka 200 Meter entfernten Forststraße gebracht werden, wo sie nach Untersuchung durch eine Notärztin vom NEF-Team Bad Ischl in häusliche Pflege entlassen werden konnte. Gegen halb vier Uhr früh war dann der Einsatz für die Einsatzkräfte beendet. Die 24-Jährige erklärte, sie sei auf einen falschen Weg geraten, habe sich verirrt und wollte das Tal entlang des Bachbetts samt ihrem Fahrrad verlassen.

 

Stadel im Vollbrand - Nachbargebäude gerettet

In den Abendstunden des 20. Septembers wurden alle Feuerwehren der Gemeinde Bad Goisern zu einem Stadelbrand in der Ortschaft Ramsau alarmiert. Auf Grund der routinemäßigen Montagübung der FF Bad Goisern und der FF St. Agatha konnten in kürzester Zeit schlagkräftige Einsatzmannschaften in Marsch gesetzt werden und die Alarmierung sämtlicher Einsatzmannschaften des Pflichtbereich veranlasst werden. Dem ersteintreffenden Schweren Löschfahrzeug (SLF) der FF Bad Goisern bot sich folgendes Bild: Vollbrand des Stadels, Gefahr des Übergreifens auf die benachbarten Wohngebäude. Sofort wurde von SLF Bad Goisern und den nachfolgenden Einsatzkräften der Schutz der Nachbargebäude vorgenommen, sowie ein Atemschutztrupp begann mit der Rettung der eingeschlossen Rinder. Anschließend wurde die Brandbekämpfung des Stadels mit mehreren B-, C- und HD-Rohren und zwei Wasserwerfern vorgenommen. Die Wasserversorgung erfolgte in der Erstphase durch einen nahegelegten Hydranten durch die FF Ramsau und durch GTLF Bad Goisern, dass auf Grund der weiten Entfernung zu fließenden Gewässern seine einsatzentscheidende Bedeutung bewies. Über eins Strecke von ca. 1 km wurden drei Wasserversorgungsleitungen von der Traun bzw. vom Ramsaubach aufgebaut.

Der Brand konnte durch den massiven Einsatz der Kräfte der FF Bad Goisern, FF St. Agatha, FF Ramsau, FF Lasern, FF Weißenbach und BTF SGL Carbon rasch niedergeschlagen werden und ein Übergreifen auf angrenzende Wohnobjekte verhindert werden. Im Laufe der Arbeiten traf auch der Bürgermeister am Brandort ein. Das Rote Kreuz Bad Goisern und Dr. Grasser stellten die Sanitätsversorgung sicher.

Zirka 15 Stück Vieh wurden von Atemschutztrupps und dem Landwirt aus dem Gebäude gebracht. Der entstandene Schaden beläuft sich auf ca. 120 000 Euro.

 

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Gegen Mitternacht waren die übrigen Feuerwehren wieder eingerückt, lediglich die Feuerwehren Bad Goisern und Ramsau verblieben am Einsatzort. Zahlreiche versteckte Glutnester mussten noch aufgespürt und abgelöscht werden. Und dies sollte noch ein sehr langwieriger Einsatz werden....

Von der Einsatzleitung wurde eine Wärmebildkamera angefordert, welche vom Landes-Feuerwehrkommando in Linz nach Bad Goisern transportiert werden musste. Diese leistete jedoch beim Auffinden der unzähligen Glutnester hervorragende Dienste. Bürgermeister Aigmüller, die Bezirks- und Abschnitts-Feuerwehrkommandanten OBR Benda und BR Schiendorfer verschafften sich am Brandort einen Überblick über die Arbeiten. Mittels Greifzange am Kran der FF Bad Goisern konnte schließlich der Heustock Stück für Stück abgetragen werden. Immer wieder mussten Brandherde abgelöscht werden, teilweise auch über ein Rohr von der Drehleiter aus. Diese Arbeiten wurden während der gesamten Nachtstunden und auch am darauffolgenden Vormittag fortgesetzt. Gegen Mittag wurden die Einsatzkräfte dann mit einer nicht gerade angenehmen Aufgabe konfrontiert: zwei Rinder, die in den Flammen umgekommen waren, mussten einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden. Jede Menge Fingerspitzengefühl des Kran-Maschinisten war erforderlich, um die beiden Kadaver mittels Feuerwehrkran aus dem Stallgebäude zu heben.

 
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Mit Traktoren und Anhängern wurde das angebrannte Heu auf einem Feld deponiert. Dabei unterstützte ein privater Transportunternehmer die Arbeiten mit seinem Ladekran. Kleinste Glutreste wurden jedoch beim Transport des Heues durch den Fahrtwind wieder entfacht, sodass auch hier zusätzliche Löscharbeiten notwendig wurden. Nach dem Entladen mussten Feuerwehrmänner mit Heugabeln die Haufen mühsam ausbreiten, um mit einem Hochdruckrohr Löscharbeiten vornehmen zu können. Diese Arbeiten zogen sich bis nach Einbruch der Dunkelheit hin. Erst gegen 21:30 Uhr, nach mehr als 25 Stunden Lösch-und Aufräumarbeiten, konnte der Einsatz abgeschlossen werden.

 

Gefahr durch Wespen gebannt

So umfassend ist das Aufgabengebiet der Feuerwehren von heute, dass die Wehrmänner auch ausrücken, wenn Gefahr durch Insekten (Bienen, Hummeln, Wespen) für die Bevölkerung besteht. Zumeist wird die Feuerwehr von verängstigten Hausbewohnern zu Hilfe gerufen, wenn sich diese zumeist durch Wespen oder Hornissen bedroht fühlen. So musste der "Wespen-Trupp" der FF Bad Goisern kürzlich zu drei Einsatzadressen ausrücken, um dort tätig zu werden. Die Arbeit der Feuerwehrmänner gestaltet sich dabei oft nicht gerade einfach, müssen die Wehrmänner doch die Behausungen der stacheligen Insekten beispielsweise erst unter Holzverschalungen ausfindig machen. Und das meist in luftiger Höhe mittels Schiebeleitern, oder wenn es noch höher hinaufgehen soll, dann mithilfe der Drehleiter. Auch bei diesen drei Einsätzen konnten die Feuerwehrmänner den Brummern mittels Insektenschutzmittel (welches übrigens für Mensch und Tiere ungefährlich ist) zu Leibe rücken, deren Behausungen ausfindig machen und schließlich entfernen. Wenngleich sich heuer die Wespeneinsätze in weitaus geringerer Anzahl als im Vorjahr zu Buche schlagen (55 Mal im Jahr 2003), so gehören kleinere Einsätze dieser Art immer wieder zum "Alltagsgeschäft" bei der FF Bad Goisern.

 

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